Hallo
erstmal,
in
dieser Rubrik möchte ich (das Chefchen) auch mal ein paar
persönliche
Worte an euch richten.
Falls
es jemanden interessiert wie ich dazu gekommen bin und wie das alles
entstanden ist dann sollte er sich dies hier mal durchlesen.
Angefangen
hat alles in einer stürmischen Nacht im November 1981.........
Nein!
Soweit brauchen wir nun doch nicht zurück gehen. *grins*
Also,
falls sich mal jemand die Frage nach meiner Qualifikation stellen
sollte dann sei ihm folgendes erzählt:
Ich
habe in Eisenach meinen guten Realschulabschluss gemacht und bin auf
der Suche nach dem Sinn nach Frankfurt am Main gegangen, um dort mein
Fachabi/Kunst ganz passabel zu bestehen.
Bei
den vielen Einblicken in die verschiedensten kreativen Handwerke und
Berufsbilder habe ich für mich beschlossen, dass der Goldschmied
der
einzig wahre Beruf für mich sein kann. Wobei ich an dieser Stelle
ein
großes Lob an die Gutenbergschule in Frankfurt a. M. geben
möchte. Wenn
man sich nicht sicher ist, welchen kreativen Beruf man ergreifen
möchte
und für sehr viele Einblicke dankbar ist, dann ist man dort an der
richtigen Adresse.
Ich
brauchte schon immer die Tatsache, das Ergebnis meiner Bemühungen
in
meinen Händen halten zu können. Und somit war es beschlossene
Sache..........dachte ich!
Denn
heutzutage ist es gar nicht mehr so einfach ein solch selten
gewordenes, historisches Handwerk zu erlernen. Ich habe in der Zeit, in
der ich nach einer Lehrstelle gesucht habe, so viele traurige
Zukunftsprognosen über diesen Traumberuf gehört, dass ich
schon fast
aufgeben wollte. Doch mit dieser grausamen Vorstellung möchte ich
nun
mal aufräumen.
Gut,
es ist ein Handwerk das auszusterben scheint. Schon allein aufgrund
unserer "tollen" Wegwerfgesellschaft. Doch wenn man es schwer hat in
diesen Zeiten dann liegt es meist daran, dass man mit der Hoffung,
alltäglich irgendwelchen Schmuck und Reparaturarbeiten an den Mann
bringen zu können, in der Werkstatt sitzt und Däumchen dreht.
Wer sich
zu den Überlebenden in diesem Job zählen will muss wie fast
überall aus
der breiten Masse herausstechen. Wenn man kreativ und ideenreich ist
und zudem noch die Goldschmiedekunst als sein Schicksal anerkannt hat
dann sollte man alles in Bewegung setzen, um dieses Handwerk erlernen
zu können. Denn wenn Lehrlinge angenommen werden dann nur weil es
eine
Bereicherung in der Werkstatt darstellt.
Also gebt nicht
auf!!!
Es
gibt noch genügend Menschen auf dieser Welt die dankbar sind
für
Individualität und eine geschickte Hand, um auch alte
Erinnerungsstücke
zu erhalten oder sich einen Wunsch zu erfüllen. Und es ist eine so
schöne und abwechslungsreiche Arbeit.
Soviel
zu meiner Ode an den Goldschmied.
Und
so fand ich eine Werkstatt in Nordhausen die mich ausbilden wollte.
Doch diese ging während meiner Lehrzeit pleite und so durfte ich
die
anspruchsvolle Aufgabe, eine Lehrstelle zu finden, nochmal lösen.
Und
nun einen herzlichen Dank an meine Mum, die bei einem
Weihnachtsmarktbesuch in Erfurt bei dem über 100 Jahre alten
Betrieb
der Goldschmiede Denner meine Bewerbung abgab.
Somit
konnte ich ab dem 02.01.2003 meine Ausbildung in diesem Familienbetrieb
abschließen. Hiermit sende ich auch einen lieben Gruß an
die Familie
Denner und den Ausbildungsmeister, bei dem ich sehr viel gelernt habe.
Und
so habe ich am 02.02.2004 meinen Gesellenbrief als Beste von
Thüringen
entgegen nehmen dürfen.
Um
der Arbeitslosigkeit oder auch einem mies gelaunten Chef zu entgehen
habe ich dann am 20.03.2004, entgegen aller Prognosen, meine kleine
Goldschmiedeschauwerkstatt in der Goldschmiedenstraße
eröffnet.
Und nun nochmal ein herzliches Dankeschön. Danke an meine liebe
Ulla,
die mir zusammen mit meiner Mom gegen Ende meiner ersten
Schwangerschaft den
Laden geschmissen hat. Sie hat die Werkstatt wirklich toll für
mich
vertreten!
Nach zwei Jahren mit meinem Sohn in der Werkstatt bekamen wir nun noch
Verstärkung. Im Oktober 2007 gesellte sich meine kleine
Tochter
zu uns.
|

das Chefchen Ines
|

der
Goldschmiede-Nachwuchs
|

das
Azubinchen Julia
|
Auf ein Wort von den Kindern
Nun
regieren wir zu dritt und unserem kleinen "Reich" in dem auch der Papa
immermal vorbeischaut und uns zur Entlastung unserer Mama auf ein
Abenteuer "entführt". Ansonsten bucht ihr bei einem Besuch im Laden unserer
Mama gratis
unser Unterhaltungsprogramm und ein
Kinderlächeln dazu! Wir freuen uns auf euch.
|

das Praktikantinchen Anna
|

|

|
Ein paar Worte von Julia
Hey
ich bin Julia und bin jetzt im Argentum der Azubi.
Mein Weg zum Azubi bei Ines, ja, mir ging es wie vielen Anderen nach
der 10.
Klasse. Ich hatte mich zwar beworben, doch gerade als Goldschmiedin
will man
nur jemanden der schon Erfahrungen hat und so saß ich ohne Ausbildung
da. Weil
ich aber auch nicht nichts tun wollte habe ich alle Goldschmieden in
meiner
Nähe abgeklappert. Da aber keiner Zeit für Praktikanten hatte, habe ich
dann
angefangen alle Goldschmieden aus den Gelben Seiten anzurufen und auch
da
schien es ziemlich aussichtslos. Bis der vorletzte Anruf im Argentum
ankam,
Mich begrüßte eine freundliche Frauenstimme, die mir sagte das ich
einfach mal
vorbei kommen soll und wir dann über ein Praktikum reden können. Als
ich dann
in der Goldschmiede stand und Ines sah,
war ich gleich nicht mehr so aufgeregt und konnte mich bei der
freundlichen
Frau vom Telefon vorstellen und habe ihr auch ein paar von meinen
selbst
gebastelten Schmuckstücken gezeigt. Als Ines
dann
einwilligte mich für 1 oder 2 Wochen zu nehmen, war ich überglücklich
und
konnte es kaum noch aushalten endlich anzufangen. Letzt endlich sind
aus 2
Wochen fasst 5 Monate geworden. Und so gegen Weihnachten hatte Ines mir dann meine Lehrstelle angeboten
und mir bei
allen Organisationen für die Lehre geholfen. Ich habe dann noch ein
halbjährliches Praktikum in Erfurt absolviert, um auch von anderen zu
lernen,
aber ich musste feststellen dass es mir bei Ines
am
besten gefällt. Jetzt bin ich seit dem 3.8. der Azubi und bin sehr
glücklich
mit meiner Endscheidung.
Ines und ich
haben uns von Anfang an
gut verstanden. Ich kann sagen das Ines mich
zu einem stärkeren und selbstbewussteren Menschen gemacht hat. Und ich
möchte
mich hiermit ganz doll bei der Ines bedanken.
Das sie die ganze Zeit für mich da war und mich bei all meinen
Endscheidungen
und Probleme unterstützt hat. Ich bin froh dass ich die Chance bekommen
habe
sie kennen zu lernen und von ihr hoffentlich auch noch viel erlerne.
Ach und Ines ich glaube
jetzt wirst du mich nicht mehr los.
Und nun noch das Praktikantinchen
Anna (aka Tashi)
So jetzt ich hier auch mal! Ich bin die Anna und das Praktikantinchen
im
Argentum. Ich bin hier inzwischen schon Stammgast und darf mich stolz
als
Inventar bezeichnen. Im Rahmen meiner schulischen Ausbildung als
Goldschmiedin
in Arnstadt absolvierte ich bereits im Frühjahr 07 und 08 für jeweils
zwei/drei
Wochen ein Praktikum im Argentum. Mittlerweile habe ich meinen
Abschluss in der
Tasche und darf mich nun "staatlich geprüfte Goldschmiedin" nennen.
Da ich mich jedoch lieber Goldschmiedegesellin nennen möchte und das
auch
traditionell üblich ist, möchte ich noch meinen Gesellenabschluss
machen. Dies
ist der Grund warum ich ein drittes Mal hier bin. Dieses Mal muss mich
die Ines jedoch für
voraussichtlich sechs Monate ertragen.
Fraglich ob sie das auch schafft- ich erzähl ziemlich viel Blödsinn und
mach
nur Quatsch! Aber wir haben jede Menge Spaß! En passant wird auch mal
gearbeitet... Neben dem Goldschmieden steht ab um vier auch immer
Kinderbespaßung mit auf dem Programm- Es wird einem also nie
langweilig. Ich
habe mich im Argentum immer sehr wohl gefühlt. Mir gefällt der Schmuck,
die
Arbeitsweise und ich fühle mich in der familiären und
freundschaftlichen
Atmosphäre sehr wohl. Ich freue mich sehr, dass ich wieder hier sein
darf.
Also kommt den lustigen Haufen mal besuchen! Wir sehen uns.
Gruß und *wink*
Die Anna
|
nach oben
|
|
|